Skip to content

Schleswig-Holsteinische Seemannsschule

Historie PDF Drucken
Beitragsseiten
Historie
Geschichte der Schule
Die Jungens dieser Schule
50er Jahre
Vor der ersten Anmusterung
Selbstständigkeit erlernen
Entwicklung und Ausbau
Seemännische Berufsschule und maritimes Dienstleistungszentrum
Mitte der achtziger Jahre
40jähriges Jubiläum 1992
Viele Partner gewonnen
Alle Seiten

 

50 Jahre im Dienste der deutschen Seeschifffahrt

Wie alles begann...

DER ANFANG

Seit 60 Jahren besteht die Schleswig-Holsteinische Seemannsschule in Travemünde auf dem Priwall.
Zehntausende Seeleute haben hier Ihre Ausbildung bzw. Fortbildung erhalten.

Von der "Mosesfabrik" der fünfziger Jahre zum Leistungszentrum mit praxisbezogener Ausbildung ging die Entwicklung,
die den gesamten Bereich der Berufsbildung in der Seeschifffahrt seit 1952 umfasst.

 


Die Geschichte der Schule führte von ersten Einweisungen in den Beruf über qualifizierte Berufsausbildung zum Schiffsmechaniker
bis hin zur Umsetzung des STCW-Abkommens vor wenigen Jahren.

”Wieder Leben auf dem Priwall” berichtete das Hamburger Abendblatt im Mai 1952 auf seiner Schifffahrtsseite aus Anlass der Einweihung der Landausbildungsstätte für den seefahrenden Nachwuchs des Jugendaufbauwerks Schleswig-Holstein durch den Minister für Arbeit, Soziales und Heimatvertriebene. Man schrieb Schifffahrt noch mit Doppeleff und Minister Asbach aus Kiel überbrachte die Grüße der Landesregierung und des ”ollen Kapitäns Lübcke”, zur damaligen Zeit Ministerpräsident in Schleswig – Holstein.
Die Gründung der Seemannsschule war Anfang der fünfziger Jahre eine schifffahrts- und sozialpolitische Entscheidung.
Die aufstrebende deutsche Handelsflotte brauchte Nachwuchs, gleichzeitig galt es, Maßnahmen zur Beseitigung der Jugendarbeitslosigkeit zu treffen. In einer gemeinsamen Aktion, an der neben dem Arbeitsminister das Jugendamt und das Arbeitsamt Lübeck beteiligt waren, entstand die Landausbildungsstätte auf dem Priwall, in der am 5. Mai 1952 erstmals rund 70 Seemannsschüler einzogen. Aufgenommen wurden gesunde seediensttaugliche Jungen mit guten Schulnoten in den naturwissenschaftlichen Fächern, die über die Matrosenlaufbahn nautischer Schiffsoffizier und Kapitän werden wollten.

 


 

”Die Jungens auf dieser Schule sollen nicht nur im Bootsdienst, der Navigation, der Kompasskunde usw. ausgebildet werden, sondern auch in Staatskunde und im Auftreten im In- und Ausland” berichtete das Hamburger Abendblatt am 31. Mai 1952. Praktische Übungen im Bootsdienst, Spleißen u. Knoten, Signaldienst, Segelsetzen am Übungsmast, Ladungsdienst sowie Ordnung und Sauberkeit im Unterrichts- und Wohnbereich und Geländearbeiten standen im Mittelpunkt des Schulalltags. Noch heute erinnern sich ehemalige Schüler an die Aufräumungsarbeiten im unwegsamen Gelände der Schule, wo einige 1000 Quadratmeter

Betonschutt zerkleinert und geräumt werden mussten.

Untergebracht waren die Zöglinge im Verwaltungsgebäude der ehemaligen Erprobungsstelle für die Luftfahrt, die als Vorgängerin von 1936 bis 1945 die Gebäude bewirtschaftete. Das Essen kam aus der Internatsküche, in der auch angehende Kochsmaaten ausgebildet wurden.

 


 

Rechtsgrundlagen für eine geregelte Berufsausbildung zum Matrosen in der Seeschifffahrt und zur Durchführung einer Matrosenprüfung existieren Anfang der fünfziger Jahre noch nicht und der Geist der Segelschiffszeit wehte kräftig durch die Köpfe der Verantwortlichen in Behörden und Schulen.

Eine anschließende Dienstzeit auf den beiden Großsegelschiffen Pamir oder Passat war darum für etliche Absolventen eine ehrenvolle Verpflichtung. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ab 1960 bis 1965 ein Teil der Ausbildung auf dem im Hafen von Travemünde liegenden Segelschiff Passat durchgeführt wurde. Durch die intensive Wartungsarbeit der Schüler und ihrer Ausbilder konnte die alte Lady erstmal vor dem völligen Verfall gerettet werden und liegt heute als stolzes Zeugnis einer vergangenen Epoche an der Travemündung.

 


 

Die 3-monatige Ausbildung an der Seemannsschule vor der ersten Anmusterung auf einem Kauffahrteischiff war eine praxisrelevante Vorbereitung auf den Borddienst. Die jungen Leute lernten die an Bord übliche Berufssprache kennen und gleichzeitig erlangten sie soziale Selbstständigkeit, die für das Bordleben unabdingbar war.

 


Mit dem Eintritt in die Seemannsschule und in das Bordleben war es mit der ständigen elterlichen Fürsorge vorbei. Die im Durchschnitt 17-jährigen Jungen mussten von heute auf morgen ihren Alltag selbst regeln, d. h. Toiletten putzen, Knöpfe annähen, Geschirr spülen, Ordnung im Spind halten und die Kleidung waschen.
Der 3-monatige Lehrgang umfasste 19 Unterrichtsfächer, von Segelnähen und Unfallverhütung bis zur Zeugwäsche. Der Arbeits- und Unterrichtstag begann um 6 Uhr morgens, er endete um 21.30 Uhr mit „Licht aus, Ruhe im Schiff“. Am Ende fand eine Abschlussprüfung statt, über die ein Zeugnis ausgestellt wurde. Ab 1956 nahm die See-Berufsgenossenschaft die Prüfung zum Rettungsbootmann ab. Es war ein beachtliches Pensum, das die jungen Männer absolvieren mussten. Dabei stand nicht nur das Fachwissen im Vordergrund. Die durchweg berufs- und lebenserfahrenen Fachlehrer förderten auch die Charakterbildung, vermittelten allgemeine Wertvorstellungen und versuchten eine innere Bindung zum Seemannsberuf herzustellen. Unvergessen ist für die Travemünder und Lübecker Bevölkerung der schmucke dunkelblaue Internatsanzug mit dem hellblauen Ärmelband Priwall, der beim Landgang getragen wurde. Diese Uniformierung gab den jungen Männern Selbstvertrauen und Haltung und sorgte somit auch für einwandfreies Benehmen, Eigenschaften, die von zukünftigen Schiffsoffizieren und Kapitänen verlangt wurden.

 

Ausstellung „Jugend Dein Beruf“
1959/60 in der Holstenhalle

Die Entwicklung der Schleswig-Holsteinischen Seemannsschule aus den Anfängen der Nachkriegszeit bis in das

Informations- und Kommunikationszeitalter ging einher mit der Neugestaltung der Berufsausbildung in der Seeschifffahrt. Als 1956 die Eignungsverordnung in Kraft trat, die u. a. die Ausbildung und Prüfung zum Matrosen regelte, wurden Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Matrosenprüfung angeboten. Hinzu kamen die Lehrgänge zum Rettungsboot- und Feuerschutzmann. Somit hatte die Schule als zweites Standbein die Fortbildung befahrener Seeleute in ihr Programm aufgenommen.

 



1972 übernahm das Land Schleswig-Holstein die alleinige Trägerschaft der Schule, die vorher in vielen Händen lag. Das Ministerium für Wirtschaft und Verkehr übernahm die Fachaufsicht und die positive Entwicklung von Lehrgangsangeboten, Ausbau und Modernisierung der Einrichtungen im Schul- und Internatsbereich nahm ihren Lauf. Schon Ende der sechziger Jahre kam als Novum für die Schifffahrt die Ausbildung zum Bootsmann hinzu. Befahrene Matrosen konnten sich in Theorie und Praxis weiterqualifizieren, um an Bord als Bindeglied zwischen Schiffsleitung und Mannschaft zu fungieren. Es folgten die Umschulungskurse zum Deckschlosser, denn das herkömmliche

 

Arbeitsmaterial der Matrosen wie Persenning, Holzlukendeckel, Holzdecks und Manilatauwerk wurde immer mehr von der Technik verdrängt. An Deck hielten Hydraulikpumpen, MacGregor Luken, automatische Winden und Kunststoffleinen ihren Einzug. Immer häufiger musste das Maschinenpersonal aushelfen, wenn

an Deck Wartungsarbeiten erledigt werden mussten. Mit den Umschulungskursen zum Decksschlosser und zur integrierten Besatzung, die sowohl an Deck als auch in der Maschine fahren konnte, entstand der Vorläufer zur späteren Schiffsmechaniker- Ausbildung. 1972 endeten die 3-monatigen Lehrgänge für Decksjungen, der Unterricht während der 3-jährigen Ausbildungszeit wurde auf 10 Wochen pro Ausbildungsjahr erweitert. Am Ende des letzten Schulzeitblockes wurde die Matrosenprüfung abgenommen.

Den wachsenden Anforderungen der Aus- und Fortbildung entsprechend wurden die Werkstätten, Hafenanlagen, Bootsaussetzvorrichtungen, das Internat und die Freizeiteinrichtungen ausgebaut. Dabei beruhten die in der deutschen Schifffahrt zweifellos objektiv anerkannten guten Leistungen der Schule nicht allein auf der finanziellen Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein. Die Flexibilität, der Einsatz und das hohe Berufsinteresse der Lehrkräfte, gepaart mit den guten Kontakten der jeweiligen Schulleiter zu Werften, Reedereien und maritimen Institutionen halfen das gute Ausbildungspotenzial zu schaffen. Die Schule lebte von der Eigeninitiative der Schulleiter, Lehrkräfte und Lehrgangsteilnehmer.
Dadurch wurden dem Schulträger nicht nur viele Ausgaben erspart, es wurde gleichzeitig auch praxisbezogene Ausbildungsarbeit geleistet, stellte Minister Dr. Westphal zum 25-jährigen Jubiläum 1977 im Rahmen seiner Festansprache fest. Dieser Geist der Eigeninitiative und der ständigen guten Kontakte zur maritimen Wirtschaft zieht sich wie ein roter Faden durch die Entwicklungsgeschichte der Schule, er ist bis heute erhalten geblieben.

 



Ein wichtiger Schritt in der seemännischen Berufsausbildung wurde 1975 getan, als die seit 1956 gültige Eignungsverordnung durch die Matrosen-Ausbildungsordnung abgelöst wurde. Mit dieser Angleichung an das allgemein geltende Berufsbildungsrecht in der Bundesrepublik Deutschland konnte erstmals von einer geregelten Berufsausbildung in der Seefahrt gesprochen werden. In der Vorbereitung der Matrosen-Ausbildungsordnung wurden der Ausbildungsrahmenplan für die betriebliche Ausbildung auf dem Seeschiff und der Rahmenplan der seemännischen Berufsschulen aufeinander abgestimmt.

 

Die neue Ausbildungsregelung sorgte für einen Innovationsschub in der Seemannsschule auf dem Priwall. Dafür sorgte auch die 1978 in Kraft gesetzte Schiffsbetriebsmeister- Verordnung mit der Zielsetzung einer Qualifikation für den Gesamtschiffsbetrieb. Gleichzeitig erhielten die Lehrgangsteilnehmer eine umfangreiche Ausbildung in Berufs- und Arbeitspädagogik, um als anerkannte Ausbilder an Bord tätig werden zu können. 1982 nahm die Schleswig-Holsteinische Seemannsschule erstmalig die Schiffsbetriebsmeisterlehrgänge in ihr Programm auf. Mit Inkrafttreten der Schiffsmechaniker- Ausbildungsverordnung 1983 wurden vom Verordnungsgeber die Voraussetzungen für eine qualifizierte und zukunftsorientierte Berufsausbildung im Gesamtschiffsbetrieb geschaffen. Gleichzeitig haben Matrosen und Maschinenfacharbeiter die Möglichkeit, über einen Ergänzungslehrgang den Schiffsmechanikerbrief zu erwerben.

Die o. g. Rechtsgrundlagen für die Berufsausbildung und Fortbildung in der Seefahrt stellten hohe Anforderungen an die Lehrkräfte, die bisher überwiegend Fertigkeiten vermittelt hatten, wie z. B. im 3-monatigen Lehrgang für Decksjungen. Jetzt mussten verbindlich Kenntnisse vermittelt werden, die abgestimmt auf die praktische Bordausbildung den theoretischen Überbau schaffen sollten. Ohne die positive Einstellung der Lehrkräfte, sich in die Kenntnisvermittlung einzuarbeiten, wären die schulischen Ziele der Seemannsschule nicht erreicht worden. Bei Neueinstellungen wurden Bewerber angenommen, die neben dem technischen oder nautischen Patent auch eine Ausbildung zum Berufsschullehrer vorweisen konnten. Somit glich sich der Schulbetrieb personell den neuen Erfordernissen an.

Die rasante Zunahme in der Erwachsenenbildung durch Schiffsbetriebsmeister- und Ergänzungslehrgänge erforderte im Internatsbereich Vergrößerungen und Komfort. 1983 konnte ein Anbau mit 16 Zimmern für 32 Lehrgangsteilnehmer in Betrieb genommen werden, 1984 erfolgte die Gesamtrenovierung des alten Internats, sodass ab 1985 110 Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer in neuen bzw. renovierten Gebäuden wohnen konnten. Für ein ausgewogenes Freizeitangebot konnte mit Hilfe der Initiative des 1977 gegründeten Fördervereins, der Lehrkräfte, Reedereien und anderer maritimer Unternehmen gesorgt werden. Mit Sach- und Geldspenden konnten auch Investitionen im schnelllebigen EDV-Bereich realisiert werden.

Die ständig wachsende Zahl von Berufsschülern Mitte der siebziger Jahre erforderte den Neubau einer großen Ausbildungshalle, in der Werkstätten für die Grundbildung der Metallbearbeitung sowie Unterrichtsräume vorhanden sind. 1978 wurde die erste Ausbaustufe dieser Halle errichtet und in den folgenden Jahren immer wieder erweitert.

Heute besteht ein Ausbildungszentrum, in dem der theoretische und praktische Unterricht gut abgestimmt werden kann.

 



Mitte der achtziger Jahre erlebte die Schule durch die Schiffsmechaniker–Ausbildung einen weiteren Boom. Neben den 10-wöchigen Schulzeitblöcken liefen ebenfalls 10-wöchige Ergänzungslehrgänge, Rettungsboots- und Feuerschutzmannskurse, 7-wöchige Lehrgänge für die überbetriebliche Ausbildung, 30-wöchige Schiffsbetriebsmeisterlehrgänge, Sicherheitslehrgänge für Erstanmusternde und andere Lehrgänge auf Anfrage, für die erst Inhalte und Abläufe von den Lehrkräften konzipiert werden mussten. Die Schule entwickelte sich zum maritimen Dienstleister, der auf Anfrage der Kunden Angebote erstellt und dann auch umsetzt.

 

Jährlich besuchten jetzt rund 1000 Auszubildende und befahrene Seeleute die mittlerweile zum Aus- und Fortbildungszentrum gewordene Schule. Die technischen und nautischen Anlagen und Einrichtungen platzten aus allen Nähten. So konnte 1989 mit einer großen Baumaßnahme begonnen werden, die sowohl Bauunterhaltung, als auch Neubau und Erweiterung der Ausbildungsstätten beinhaltete.

Das Land stellte beträchtliche Mittel zur Verfügung, um mehrere Maßnahmen gleichzeitig vorzunehmen: die Erneuerung der Kaianlagen mit Spundwänden und Pflasterung, die Errichtung eines Sicherheitszentrums für den Unterricht in Brandabwehr, Überlebenstechniken und Sicherheitsausrüstungen, die Erneuerung der Außenanlagen für eine sichere verkehrstechnische Infrastruktur, die Erweiterung der Ausbildungshalle für die überbetriebliche Ausbildung im Schweißen, die Schaffung einer Meisterwerkstatt mit zentraler Materialausgabe und die Errichtung eines festen Gebäudes für die vorschriftsmäßige Lagerung von Gefahrstoffen. 1991 waren die Baumaßnahmen abgeschlossen und die Schule ist seitdem eine der modernsten maritimen Einrichtungen für Brandabwehr, Atemschutz und Überlebenstraining in Europa. Seemännische Ausbildungsfachleute aus vielen Ländern Europas und Übersee haben die Schule seitdem besichtigt und wertvolle Anregungen mitgenommen. Durch eine qualifizierte Ausbildung des Schiffspersonals können sowohl die Nachwuchsprobleme in der Seefahrt als auch die Sicherheit auf den Seeschiffen verbessert werden, betonte Günther Neugebauer, parlamentarischer Vertreter des Wirtschaftsministers anlässlich der Einweihung der neuen Gebäude und Anlagen im Mai 1991.

 


 

Das besondere Ausbildungsangebot der Seemannsschule liegt darin, dass sie gleichzeitig Berufsschule, Fortbildungsstätte und überbetriebliche Ausbildungseinrichtung für Seeleute ist, stellte Staatssekretär Peer Steinbrück zum 40jährigen Jubiläum 1992 in seiner Festansprache fest.

 

Hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich laufend fortbilden, sorgen für den Lehr- und Internatsbetrieb. Schulleitung und zuständige Fachaufsicht im Ministerium für Wirtschaft und Verkehr koordinieren in vertrauensvoller Zusammenarbeit den Kurs der Schule. Neben den originären Aufgaben als seemännische Berufsschule, überbetriebliche Ausbildungsstätte, Fortbildungs- und Trainingsstätte, hat sich die Schule zu einem maritimen Dienstleister entwickelt.

 


 

Reedereien, Körperschaften, Behörden, Firmen im offshore-Einsatz, Werften, Bundesmarine, die Landesfeuerwehrschule und die Wasserschutzpolizei, die Europäische Union, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, die World Maritime University Malmö und viele andere seefahrtsbezogene, aber auch berufsfremde Institutionen nutzen das über fünf Jahrzehnte aufgebaute Know-how des Personals und die morderne technische und nautische Ausrüstung der Schule.

Dabei werden in enger Absprache mit den Wünschen der Kunden maßgeschneiderte Sicherheitspakete geschnürt und umgesetzt. Auch hier gilt das Motto: „Learning by doing“, denn häufig mangelt es in den Betrieben vor Ort an geeigneten Übungsmöglichkeiten für den Notfall. Sicherheit will trainiert sein, war ein geflügeltes Wort des Hauptgeschäftsführers der See-BG, Reimer Göttsch, wenn er die Seemannsschule besuchte, um sich von dem Aubildungsstand der bei der See-BG unfallversicherten Lehrgangsteilnehmer zu überzeugen.

Die Schleswig-Holsteinische Seemannsschule auf dem Priwall in Lübeck-Travemünde hat 60 Jahre der Seefahrt gedient und dabei für einen hohen Ausbildungsstand gesorgt. In diesen 60 Jahren haben Zehntausende Schiffsjungen, Berufsschüler und andere Lehrgangsteilnehmer die Schule besucht. Sie alle haben ein Stück Ausoder Fortbildung mitgenommen und waren durchweg zufrieden mit der Leistung der Schule. An diesem guten Ergebnis waren nicht nur die Lehrkräfte und Ausbildungswerkstätten beteiligt, sondern auch das Personal der Verwaltung, des Internats und der Küche. Die Schule ist gut gerüstet für die Anforderungen der Zukunft. Es bleibt zu hoffen, dass die deutsche Seefahrt ihr ausgebildetes und auszubildendes Personal in Deutschland sucht und auch findet.